Immer

Immer

Eine Methode des Carl-Auer Verlags

Setting:
1:1

Ziel:
Informationsgewinnung, Problemerkundung

Benötigtes Material:
Du benötigst kein Material

Beschreibung:
Wenn Menschen ihr Leid schildern, benutzen sie häufig das Wort „immer“.

Beispiel: „Ich habe immer Kopfschmerzen“ oder „Wir streiten uns immer“

Für einen groben Überblick über die Situation oder das Problem durchaus sinnvoll und dennoch wird vergrößert sich damit das Problem. Die Kopfschmerzen können durch das Wort „immer“ sehr gravierend sein, während dessen sie durch eine konkrete Beschreibung, wenn sie beispielsweise in einem Abstand von ein paar Wochen oder vermehrt am Wochenende auftreten.

Das Wort „immer“ verschlimmert eine Situation oder ein Problem, weil es damit assoziiert, dass dieses Problem oder die Situation wirklich immer vorhanden ist, also ununterbrochen. Es übertreibt die tatsächliche Größe des Problems.

Systemiker*innen haben nun die Aufgabe gezielt nachzufragen, wann genau dieses Problem oder die Situation aufgetreten ist: „ In der Vergangenheit hatten Sie oft starke Kopfschmerzen. Wann hatten Sie Kopfschmerzen und wann nicht?“

Ziel ist es, problemreduzierende und lösungsfördernde Fragen zu stellen.

Dadurch kann das Problem oder die Situation auf einen bestimmten Zeitraum oder Abstand begrenzt werden und sieht nun nicht mehr ganz so schlimm aus. Vor allem kann es nun einfacher gelöst werden

Sollte dein Klient*in/Patient*in weiter darauf beharren, dass das Problem wirklich immer da ist, dann solltest du ihn fragen, ob er sich nicht ernst genommen fühlt oder einen Weg suchen, in dem er oder sie möglichst gut damit leben kann.

Eingereicht von:
Sandra Brauer

Urheber:
Manfred Prior

Quelle:
https://www.carl-auer.de/minimax-interventionen

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