Abschiedsbrief schreiben

Abschiedsbrief schreiben

Eine Methode aus der systemischen Trauerbegleitung.

Setting:
1:1

Ziel:
Dem Abschied Worte geben und eventuell noch zum Ausdruck bringen.

Benötigtes Material:
Verschiedenartiges Briefpapier; verschiedenfarbige Feinliner; ver­schiedenfarbige Briefumschläge; Abschiedsgedicht

Beschreibung:
Zunächst wird das Thema Abschied aufgegriffen. Ich als Trauer­begleiterin stelle Fragen, wie Abschiede im Leben vor dem Tod aussahen. Nachdem hierüber ein kurzer Austausch stattgefunden hat, führe ich das Thema Abschiedsbrief ein.

Dann frage ich den Trauernden ob er schon mal einen Abschiedsbrief gelesen oder vielleicht selbst verfasst hat. Die Trauernde, der Trauernde ob sie/er wird eingeladen, einen Abschiedsbrief an ihren verstorbenen Menschen zu schreiben, der mit den Worten beginnt:

Liebe / Lieber …, ich weiß in dieser Stunde, du wirst niemals wiederkommen. und doch gibt es noch ein paar Abschiedsgedanken, die ich dir mitgeben möchte…

Die Trauernde / der Trauernde wählt sich sowohl Briefpapier als auch Stifte aus und bekommt ca. 15. Minuten Zeit aufzuschreiben, was ihr an Abschiedsgedanken wich­tig erscheint. Wenn der Schreibfluss versiegt, wird die Übung beendet.

Die Trauernde / der Trauernde bekommt die Gelegenheit, ihre / seine Worte noch­mals durchzulesen.

Hier sind verschiedene Varianten möglich, die der/dem Trauernden zur Wahl gestellt werden:

1. Der Brief wird leise in Gedanken gelesen.

2. Der Brief wird dem verstorbenen Menschen laut vorgelesen.

3. Die Trauerbegleiterin liest den Brief vor.

Der Brief wird nicht kommentiert, sondern es wird nur gefragt, welches Gefühl nun vorhanden ist. Anschließend wird ein Umschlag gewählt, der Brief gefaltet und in den Umschlag gesteckt. Der Umschlag wird zugeklebt und wird von der Trauernden / dem Trauernden mit den Worten beschriftet: Abschiedsworte von mir an dich.

Da ein solcher Brief einen guten Platz braucht, wird gemeinsam überlegt, wo dieser sein kann. Als Anregung kann gefragt werden, ob es ein Foto vom verstorbenen Menschen in der Wohnung gibt, hier welchem der Brief befestigt werden kann.

Damit wird die Übung beendet.

Eingereicht von:
Constanze Kracheletz

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