Supervision Beratung & Therapie

Unser Supervisor für den Bereich Beratung & Therapie

Andreas, wer bist du und wie bist du zu dem gekommen, was du aktuell machst?

Ich heiße Andreas Zech, Ende der 60-iger Jahre im Allgäu geboren, jedoch mittelfränkisch sozialisiert, bin Vater von 2 Töchtern (2000 und 2005 geboren) und lebe mit meiner Frau und Familie in der Nähe von Nürnberg.

Ich habe mich getreu des systemischen Gedankens, „wenn etwas funktioniert, mach weiter, wenn nicht, probiere etwas anders aus“ entwickelt.

Andreas Zech | Supervisor Beratung & Therapie

Ursprünglich habe ich den Beruf des Industriekaufmanns erlernt, welchen ich nach der Ausbildung nicht weiterverfolgt habe. Die Arbeit in einer Kinderklinik, während des Zivildienstes, öffnete mir die Türe in meine heutige Profession. Die Arbeit mit Menschen, d.h. für mich, Kontakt, Neugierde und Anteilnahme an deren Lebensentwürfen und Wirklichkeiten, ist immer wieder etwas Neues, Spannendes und u.U. Herausforderndes. Die Lebendigkeit in all den unterschiedlichen Begegnungen, Situationen und Kontexten ist mein Antrieb, seit inzwischen fast 35 Jahren pädagogischer Arbeit.

Zunächst als Erzieher, dann diplomierter Sozialpädagoge in fast allen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe, d.h. Kindergarten, Hortbetreuung, offener Jugendsozialarbeit, stationären und teilstationären Jugendhilfeeinrichtungen und 10 Jahren Jugendamtsarbeit mit straffälligen Jugendlichen im Rahmen der Jugendgerichtshilfe.

Außerhalb der Jugendhilfe war ich in Mitte der 90-iger Jahre als Teamtrainer mit handlungsorientierten Ansätzen bis 2003 im Rahmen von Teamentwicklungen und Kommunikationstrainings für unterschiedliche Firmen tätig.

2008 habe ich den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt, bin Gesellschafter der Partnerschaft Biedermann-Zech. Ich begleite als systemischer Berater, Familien in temporär schwierig erlebten Situationen, im Rahmen der ambulanten Jugendhilfe. Betreibe eine freie Praxis für Beratung und Supervision und bin als Lehrender für systemische Beratung (DGSF) im WMC tätig.

Seit wann bist du systemisch tätig?

Meinen ersten Kontakt zur systemischen Arbeit hatte ich tatsächlich schon während meiner Ausbildung zum Erzieher und während des Studiums zum Diplom Sozialpädagogen.

Inspiriert vom Konzept Cleartalk – einem systemischen Ansatz für Klärungsgespräche im Rahmen der Jugendhilfe – begann ich 2000 meine erste Weiterbildung zum systemischen Coach bei ISTOB in München, gefolgt vom systemischen Berater 2008, 2013 die Supervisoren Weiterbildung inkl. Coaching und Organisationsentwicklung im WMC und letztlich 2020 die Zertifizierung zum Lehrenden für Beratung (DGSF). Aktuell befinde ich mich in der Weiterbildung zum systemischen Familientherapeuten, welche 2021 abgeschlossen sein wird.

Wen möchtest du mit Deinem Angebot der systemischen Supervision erreichen?

Mein Angebot der Supervision richtet sich an alle Interessierten, die in ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen, Menschen begleiten, beraten und unterstützen.

Wen sprichst du mit Deinem Angebot nicht an?

Fragestellungen, die im Zusammenhang mit Führungsaufgaben von Teams oder Gruppen auftreten, könnten prinzipiell auch in der Supervision bearbeitet werden, passen wahrscheinlich gleichwohl besser in das Angebot von Coaching, welches ja parallel besteht.

Was verbindest du mit Deiner Arbeit?

Ziel meiner Arbeit ist, dass meine Kund*innen arbeiten bzw. ins Arbeiten kommen. Meine Erfahrung zeigt mir, je weniger ich arbeite, desto effektiver sind die Lösungen und Ideen, die meine Kund*innen erarbeiten. Meine Verantwortung und Profession liegt in der Gestaltung von Prozessen, die Inhalte bestimmen immer meine Kund*innen.
Ich habe Spaß und Freude daran, mit einfältigen Fragen und kreativen Methoden vielfältige Möglichkeiten zu erkunden. „Nix ist fix“, vieles lässt sich in Fluss bringen und gleichzeitig weiß ich nie, was für sie die beste Lösung ist.

Was zeichnet Dich und Deine Arbeitsweise aus?

Ich bin immer fasziniert von den unterschiedlichen Möglichkeiten „die Welt“ zu sehen. Spielerische Neugier gepaart mit pragmatischen Sichtweisen ergibt ein Feld, in welchem erstmal alles denkbar wird und im Verlauf auf seine Realitätstauglichkeit überprüft werden kann. Visualisierende und erlebbare Methoden bilden den Rahmen hierfür.
Moralisierende Bewertungen sind mir ebenso fremd wie das Wissen um Richtig oder Falsch. In meiner Arbeit geht es um die Erweiterung Deines Blickes auf Deine Welt und die Wechselwirkungen in Deinem System. Gemeinsam mit der Supervisionsgruppe findest du Deine Antworten auf Deine Fragen oder Anliegen.

Was bedeutet für Dich Supervison?

Supervision bietet einen geschützten Rahmen, in dem eigenes professionelles Handeln mit Blick auf die jeweiligen Aufträge und Rahmenbedingungen reflektiert werden kann. Als Gruppensupervision kommen mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Impulsen neue Sichtweisen ins Spiel. Diese können hilfreich genutzt werden, konkrete Fragestellungen und Anliegen zu bearbeiten, Situationen neu zu konstruieren und sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Oft sind diffuse Gefühle und Unsicherheiten in der alltäglichen Situation Anlass, die Arbeit im Rahmen einer Supervision zu reflektieren und neu auszurichten.

Wer bist du als Supervisor?

Als Supervisor bin ich dafür verantwortlich, den Rahmen für eine professionelle Arbeit und fachlichen Austausch sicherzustellen. Expert*innen für ihre Arbeit sind immer die Supervisand*innen.  Ich habe Spaß und Freude daran, mit einfältigen Fragen und kreativen Methoden, die Gruppe zu aktivieren und vielfältige Möglichkeiten zu erkunden. „Nix ist fix“, vieles lässt sich in Fluss bringen und gleichzeitig weiß ich nie, was für Sie die beste Lösung ist. Gleichwohl stelle ich gerne auch meine Blickwinkel und Erfahrungen zur Verfügung.

Wie läuft eine Supervision bei Dir ab? 

Im Vorfeld klären wir, wer pro Termin einen Fall einbringt. Dazu benötige ich ggf. eine kurze Fallschilderung /-vorbereitung per E-Mail. 

Ablauf der Supervision

  • Eingangsrunde & Agenda
  • Vorstellung des Falls, Anliegen an Supervision, Arbeit an der Fragestellung
  • Sonstige Anliegen, Fragen, Themen aus der Arbeitspraxis
  • Abschluss

Wie kann man Dich am besten persönlich erreichen?

per Mail

Wie schön, dass du Dir Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten. Herzlichen Dank dafür, Andreas. Wir freuen uns auf unser gemeinsames Supervisionsangebot.

Zur Supervision im Systemischen Netzwerk 

Nicht nur, dass wir unsere Supervisor*innen persönlich für Euch und auf Eure Bedarfe hin ausgewählt haben, wir bieten Euch über Eure Institute hinweg eine Supervisionsgruppe an, die ausschließlich virtuell zusammenkommt. 

Dadurch habt ihr die Gelegenheit zusätzlich oder als Alternative zu Euren bisherigen Gruppen mit Euch voraussichtlich fremden Personen zusammenzukommen und voneinander zu lernen. Durch die virtuellen Formate spart ihr nicht nur Wegzeiten, sondern erhaltet ein ortsunabhängiges Angebot. Wir wissen selbst, dass es in einigen Regionen nur wenige Supervisionsangebote gibt. 

Ihr habt zudem über eine virtuelle Sprechstunde vor Start der Supervision die Möglichkeit zu prüfen, ob ihr Euch eine Zusammenarbeit mit unseren Supervisor*innen vorstellen könnt.  

Rahmenbedingungen

Die Supervisionsgruppe bedingt eine minimale Teilnehmeranzahl von 5. Maximal 6 Anmeldungen können wir entgegennehmen. So können wir Euch einen intensiven Austausch in einem vertrauensvollen Rahmen gewährleisten. Die Supervision ist zunächst für einen Zeitraum von 6 Monaten geplant.

Sollten mehr als 6 Anmeldungen eingehen, werden wir nach Rücksprache mit unseren Supervisor*innen  versuchen, Euch weitere Gruppen anzubieten. 

Terminplanung

Geplant sind bisher folgende Termine für die Supervision Beratung/Therapie, jeweils von 17-20h:

18.02., 18.03., 15.04., 20.05., 17.06., 22.07.2021

Solltest du an einem Termin nicht teilnehmen können, stimmen wir mit Dir eine individuelle Lösung ab.

Deine Investition 

Die Kosten für eine Einheit Supervision (3h/monatlich) beträgt 120,00 Euro zzgl. MwSt. Zahlweise monatlich im Anschluss an die Supervision. 

Bei Interesse oder Fragen sende uns gern eine Nachricht.